
Endlich war es wieder einmal so weit. Eine HHS-Radtour stand auf dem Plan der beliebten Freizeit-Veranstaltungen. Es waren aus den beiden anderen Orchester-Gruppen einige Anmeldungen eingegangen. Und so gingen wir mit elf Teilnehmern und Teilnehmerinnen an den Start. Die Wettervorhersage prognostizierte neben Sonne und bewölktem Himmel auch einzelne Schauer, was unserem Optimismus und der guten Laune allerdings keinen Abbruch tat.
Um 11:00 Uhr starteten wir bei Michaela Richtung Nauheim, als bereits nach wenigen Minuten ein kurzer Regenschauer herunter kam, den wir, geschützt unter einer Brücke, vorüberziehen ließen.
Fröhlich radelten wir weiter, kamen entlang der Bahngeleise und durch den Wald bis auf die Höhe der alten Opel-Rennbahn. Und nun wurde es spannend. Der kurze Abschnitt von hier nach Rüsselsheim musste mit digitaler Hilfe geplant werden, und wir ließen uns überraschen. Es gab neue Wege zu entdecken, einen unbefestigten Feldweg gab es zu meistern und am Ende trafen wir genau zum rechten Zeitpunkt in der Rüsselsheimer Festung ein, um einem kurzen heftigen Regenguss zu entgehen.
Michaela hatte die Aufgabe der Streckenbegleitung per PKW übernommen. An jedem Etappen-Stopp bereitete sie unsere Ankunft vor, organisierte für unsere Rast Tischgruppen, damit wir alle zusammensitzen konnten und dokumentierte die Tour mit Fotos und Videos.
An diesem ersten Stopp hatte sie unsere Ankunft zusammen mit dem jüngsten Teilnehmer der Gruppe, dem kleinen großen Marlon, vorbereitet. Er durfte die erste Etappe mit dem Auto fahren, und so malten sie für uns eine Ziel-Gerade, geschmückt mit Noten, auf den Asphalt. Doch ein Regenschauer wischte das Kunstwerk weg. Bei unserem Eintreffen wurden wir dafür mit heftigem Applaus empfangen, wobei die beiden durch Katja und Marc unterstützt wurden, die uns auf unserer Tour ein Stück begleiteten. In der Festung war das Café sehr ansprechend, es bot sich ein Geländerundgang an und das moderne Museum begeisterte die Besucher zu Vorsätzen, unbedingt nochmals vorbei zu kommen.


Weiter ging es am Main entlang nach Bischofsheim zur Eis-Diele. Auf dieser Etappe radelte Marlon tapfer mit und legte ein ordentliches Tempo vor. Das Eis schmeckte uns allen vorzüglich. Marlon war nun etwas müde und entschied sich, im Fahrradanhänger von Papa weiter zu fahren. Bevor Michaela sein Rad in ihrem Auto verstaute drehte sie darauf zu ihrer und unser aller Belustigung eine Runde auf dem Parkplatz.
Dann setzten wir unsere Fahrt fort durch die Felder nach Ginsheim, wo sich Katja und Marc verabschiedeten. Unser Weg führte uns weiter auf den Hochwasserdämmen bis zum Biergarten Hedderich in der Nähe des Steindamms. Es war die längste Etappe und auch hier war uns der Petrus hold. Einige Wolken am bedeckten Himmel, die sich zeitweise vor die Sonne schoben, verhinderten einen Sonnenbrand und nur ein einziges Mal begann es zu tröpfeln. Doch wir alle waren ja vorbereitet. Schnell schlüpften wir in unsere Regenjacken, was sich im Nachhinein als kaum lohnend erwies, denn bereits nach wenigen Minuten hörte es wieder auf und wir konnten uns der Regenverpackungen wieder entledigen.
Im Biergarten angekommen hatte Michaela bereits eine lange Sitztafel für uns arrangiert. Wir stärkten uns bei Speis und Trank, erkundeten das Gelände mit seinen Tieren, der Liegewiese und dem Hofladen. Und Marlon, der nun wieder ausgeruht und fit war, machte sich mit einer Schaufel in der großen Sandkiste zu schaffen.
So fand der Tag bei heiterem Beisammensein unter Sonnenschirmen einen schönen Abschluss und die HHS-Radler traten gegen Abend nach und nach in kleinen Gruppen den für sie jeweils kürzesten Heimweg an.
Am Ende noch ein großes Dankeschön an das Organisations-Team von Andy, Manfred und Michaela für diese gelungene Veranstaltung.

~Iris Strehlow

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